Orchesterwerke von Paul Kletzki auf CD
Die Musikgeschichte ist voller Komponisten, deren Namen der Vergessenheit anheim gefallen sind und deren Werke folglich im Konzertleben keine Rolle spielen – häufig zu Unrecht, wie sich am Falle des Schweizer Komponisten polnischer Herkunft Paul Kletzki (1900-1973) nun in einer Aufnahme mit den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie nachhören lässt. Unter der Leitung von Thomas Rösner sind “die Bamberger” mit den Orchestervariationen op. 20 und der dritten Symphonie op. 31 zu hören – Werke, die nicht nur wegen ihres musikalischen Einfallsreichtums, sondern auch wegen Kletzkis tragischer Lebensgeschichte – einem Spiegelbild des 20. Jahrhunderts – aufhorchen lassen.
Neue CD mit Werken von Max Bruch
Er gehört zu jenen Komponisten, die – obgleich überaus produktiv – ihren Nachruhm einem einzigen Werk verdanken: Max Bruch. Sein Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 hatte einen so durchschlagenden – und bis heute anhaltenden – Erfolg, dass Bruch darüber selbst bisweilen ungehalten war: “Ich kann dieses Concert nicht mehr hören, habe ich vielleicht bloss dies eine Concert geschrieben?”. Damit tut der Komponist seinem eigenen Werk, das er im Scherz gelegentlich als “polizeiwidrig bekannt” verspottete, jedoch Unrecht – wie jetzt auf der neuen CD der Bamberger Symphoniker zu hören ist.
Wagner mit Klaus Florian Vogt
Er gehört zu den großen Wagner-Tenören unserer Zeit, Bayreuth, Mailand, München, Wien, Dresden, New York reißen sich um ihn, und im Sommer 2013 wird er mit den Bamberger Symphonikern beim Lucerne Festival zu erleben sein: Klaus Florian Vogt. Passend dazu hat er mit der Bayerischen Staatsphilharmonie nun eine CD eingespielt, auf der er in Auszügen jene Rollen versammelt, für die er an allen großen Bühnen der Welt geschätzt wird: Stolzing, Lohengrin, Parsifal, Siegmund… Die CD ist bein Sony erschienen.
“Was ist’s mit den ewigen Göttern?” – Probenbeginn zur “Götterdämmerung”
“Der Götter Ende dämmert nun auf” – Symposion zu Wagners “Götterdämmerung”
Es ist eine große, hellsichtige Erzählung von der Welt, die Richard Wagner in seinem “Ring des Nibelungen” erdachte: eine Geschichte über Macht, Liebe, Herrschaft und Habgier, über Gold, Besitz und Neid, Verlust und Untergang. Am Schluss dieses faszinierendsten und eigenwilligsten Weltenentwurfs des Musiktheaters steht die “Götterdämmerung”, mit der die Bamberger Symphoniker und ihr Chefdirigent Jonathan Nott in dieser Spielzeit den 200. Geburtstag Richard Wagners feiern. Mit einer hochklassigen Solisten- und Chorbesetzung sind zwischen dem 26.1. und 3.2.2013 zwei vollständige Aufführungen der Götterdämmerung in der Konzerthalle Bamberg zu erleben. Aus diesem Anlass veranstalten die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Bamberger Symphoniker in Kooperation ein Symposion zur Richard Wagner.
“Götterdämmerung” mit Petra Lang
Waltraute, Fricka, Brangäne, Kundry, Ortrud, Venus, Sieglinde – sie hat fast alle Wagner-Partien ihres Fachs gesungen und die großen Opernhäuser und internationalen Festivals reißen sich um sie: Petra Lang. Ob Mailänder Scala, Covent Garden in London, die Wiener Staatsoper, München, Berlin, Zürich, San Francisco, Salzburg oder Edinburgh – regelmäßig tritt sie mit den bedeutendsten Orchestern und größten Dirigenten weltweit auf. Bei den Bayreuther Festspielen wurde sie in den letzten Jahren gefeiert und auch bei den Bamberger Symphonikern war sie schon wiederholt zu Gast, zuletzt als umjubelte Judith in Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“. Nun hat sie sich Bamberg für eines der wichtigsten Debüts ausgesucht, die es im Leben einer hochdramatischen Sopranistin gibt: In der Domstadt singt sie ihre erste Brünnhilde in der „Götterdämmerung“. Neben der Bühne ist das „Klassenzimmer“ ihre zweite große Passion: Sie ist mit Begeisterung Pädagogin und beobachtet mit Sorge die heutige Sängerausbildung.
Kino im Kopf: Richard Strauss’ “Ein Heldenleben” im Studentenkonzert
Große Kinofilme verdanken ihren Erfolg nicht selten einem einprägsamen Soundtrack – und es gibt wohl niemanden, der die Titelmelodien von “Star Wars” oder “Der weiße Hai” nicht kennt. Eine musikalische Gattung, die das “Soundtrack-Prinzip” ganz ohne filmisches Beiwerk auf die Spitze treibt, ist die Symphonische Dichtung: Hier ist es die bildhafte Musik selbst, die eine Handlung vor dem inneren Auge entstehen lässt.
Musik von Ernst von Dohnányi im zweiten Kammerkonzert
Die Kulturgeschichte ist voller Namen, bei deren Nennung sich sofort eindeutige Assoziationen einstellen, die jedoch häufig selektiv sind. Bei Bach denkt man an Johann Sebastian und wohl erst in zweiter Linie an die anderen Genies, die diesen Namen tragen, wie dessen ebenfalls komponierende Söhne Carl Philipp Emanuel oder Wilhelm Friedemann. Mozart ist natürlich verknüpft mit Wolfgang Amadeus und nicht mit seinem Vater Leopold, der jedoch zu seiner Zeit als Pädagoge dank seiner berühmten “Violinschule” hoch angesehen war. Und Michelangelo dürfte für die meisten nur als genialer Maler, Bildhauer und Baumeister bekannt sein, weniger jedoch als durchaus achtbarer Dichter. Ganz ähnlich liegt der Fall bei der Familie derer von Dohnányi.
Japan-Tournee mit Ehrendirigent Herbert Blomstedt
Japan nimmt als Ziel von Gastspielreisen einen besonderen Platz in der Geschichte der Bamberger Symphoniker ein. Im Jahr 1968 reiste das Orchester erstmals nach Japan, das nach Deutschland, Österreich und der Schweiz das am häufigsten besuchte Land ist. Nicht weniger als zwölf Japan-Tourneen mit insgesamt 106 Konzerten verzeichnet die Chronik der Bamberger Symphoniker bislang. Zu einem besonderen Jubiläum kam es im Mai 2006, als in der Suntory Hall Tokyo Chefdirigent Jonathan Nott und die Bamberger Symphoniker ihr 100. Konzert in Japan gaben. Anfang November 2012 folgt nun die 13. Reise in das Land der aufgehenden Sonne – und erstmals übernimmt Ehrendirigent Herbert Blomstedt dabei die musikalische Leitung.
“La Bratschissima” – Tabea Zimmermann ist artist-in-residence der Saison 2012/13
Sie hat wie kaum eine andere die Viola in das Scheinwerferlicht des Konzertlebens geführt und gehört zu den größten Künstlerinnen auf diesem Instrument: Tabea Zimmermann. In der Spielzeit 2012/2013 ist sie artist-in-residence der Bamberger Symphoniker und fächert in mehreren über die Saison verteilten Konzerten die Facetten der Bratsche auf. Am Beginn der musikalischen Wanderung durch die Epochen steht mit Paul Hindemith der Komponist, der selbst Bratscher war und für das zu Unrecht im Schatten stehende Instrument wundervolle Werke geschaffen hat.


