Beiträge mit Schlagwörtern ‘Südamerika’
Einen “Rosenkranz” zum Abschied
10. Mai. Rosario ist die letzte Station auf unserer Südamerikareise. Nach gut vierstündiger Fahrt in altehrwürdigen Doppelstockbussen durch endlose Weiten von Agrarland über erneuerungswürdige Autopisten erreichen wir die Stadt mit der größte Theaterdichte pro Einwohner in Argentinien. Zum dritten mal nach 1984 und 1988 gastieren die Bamberger Symphoniker in dieser Metropole am Rio Parana.
Bruckner trifft Tango
9. Mai. Buenos Aires ist bekannt für seine üppigen Steaks und gilt als die Welthauptstadt des Tango. Hier bleibt uns vor dem Konzert genügend Zeit, die 4-Millionen-Metropole zu erkunden. Zumal das Hotel, in dem wir untergebracht sind, den morbiden Charme vergangener Tage versprüht und nicht unbedingt zum dauerhaften Aufenthalt einlädt.
Am schönsten Ende der Welt
Zum südlichsten Konzertsaal der Welt
Von Rio nach Montevideo
An die Copacabana
4. Mai. Heute geht es um 8:30 Uhr zum Flughafen und weiter nach Rio de Janeiro. Kleiner Schreck bei der Ankunft: Es sind nicht alle Koffer vollzählig – doch hier geht nichts verloren. Die fehlenden kommen einfach mit der nächsten Maschine. Pragmatismus auf südamerikanische Art. Und da hier alle 15 bis 30 Minuten ein Flugzeug landet, muss niemand lange warten.
Auch Instrumente bestehen aus Einzelteilen…
Sao Paulo, 3. Mai: Tagsüber bleibt etwas Zeit zur Entspannung. Im Vergleich zu anderen Städten bietet die 18 Millionen Einwohner zählende Metropole mit dem Kontrast aus schmalen Wohntürmen und eingeschossigen Jugendstilvillen außer dem Kunstmuseum MASP nicht viel Reizvolles. Wer jedoch einkaufen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten: das (Konsum-)Leben pulsiert wie in New York.
Beethoven im Busbahnhof
Sao Paulo, 2. Mai: Am Morgen geht es noch einmal zum Ibirapuera Park, diesmal aber nur zur Probe für die vierte Symphonie von Anton Bruckner und auch nicht open air sondern “closed” sozusagen: Durch Schließen der Vorder- und Rückwand lässt sich der “Konzertsaal im Park” in eine ganz gewöhnliche Konzerthalle verwandeln.
Der Fliegende Holländer mit Wäscheklammern
Sao Paulo 1.5.2011, Abfahrt um 8:30 Uhr zu unserem ersten Konzert auf dieser Tournee – eine Zeit, die sich dank Zeitumstellung nicht so früh anfühlt. Im Ibirapuera Park von Sao Paulo tummeln sich schon Jogger und Spaziergänger. Ansonsten ist Sao Paulo an diesem Sonn- und Feiertag ähnlich verschlafen wie jede andere Großstadt auch. Es ist windig und ein Gewitter liegt in der Luft. Der brasilianische Wettergott scheint offensichtlich unser Programm zu kennen und einen Hang zur Theatralik zu haben: Denn passender könnte das Ambiente zur Ouvertüre von Richard Wagners “Fliegendem Holländer” nicht sein…
Auf nach Südamerika!
Wer abergläubisch ist, könnte beim Einsteigen ins Flugzeug ein mulmiges Gefühl gehabt haben: Denn in diesen Tagen sind die Bamberger Symphoniker unterwegs auf ihrer 13. Gastspielreise nach Brasilien – das vierte Mal unter Leitung des Chefdirigenten Jonathan Nott. Zum ersten Mal war das Orchester 1954 im „Land unter dem Zuckerhut“ zu Gast, die letzte Tournee führte die Musiker im Jahre 2008 dorthin. Auf dem Programm stehen Konzerte in Sao Paulo und Rio de Janeiro. Danach führt die Reise weiter nach Uruguay, Chile und Argentinien mit Gastspielen in Montevideo, Frutillar, Buenos Aires und Rosario.



