Beiträge mit Schlagwörtern ‘Peking’
Zai jian, Zhongguo! Auf Wiedersehen, China!
Aimez-vous Brahms?
Nach einem freien Vor- und Nachmittag in Peking hieß es am Abend noch ein letztes Mal Bühne frei für Beethoven, Mozart und Brahms. Während das tragische Schicksal des Coriolanus die Chinesen offensichtlich nicht besonders berührt, entfalten Mozarts g-moll-Symphonie und Brahms’ Vierte Symphonie auch in Peking ihre überwältigende Wirkung.
Beethoven wirkt immer
Mit Wagner und Marimbakonzert konnte sich das Pekinger Publikum nicht wirklich erwärmen. Aber auf Beethoven ist Verlass: Nach dessen Siebter Symphonie brechen die Zuhörer in Beifall und Bravos aus, und erst nach zwei Zugaben – Smetana und Dvorak – entlässt ein glückliches, enthusiasmiertes Publikum das Orchester. So endet auch unser erstes Pekinger Konzert in Jubel und Begeisterung.
An Bord des Ufos
Am ersten Morgen in Peking steht die Wintersonne nur als blasser Fleck am Himmel. Aber es ist kein Nebel, der die Sicht trübt. Es ist Smog. Nicht so schlimm, wie man erwartet hatte, zugegeben. Aber doch genug, dass der Rachen sich irgendwann pelzig anfühlt und die Nasenschleimhäute sich bemerkbar machen. Auf der Fahrt zum National Center for the Performing Arts, einem der spektakulärsten Konzert-, Oper- und Theaterbauten der Welt, kommen wir durch Viertel, die den ganzen Gegensatz zeigen, der China ausmacht: Größte Armut, Dreck und Hoffnungslosigkeit in armseligen Hütten, alles überzogen mit grauem Staub wie nach einem Vulkanausbruch. Daneben in unmittelbarer Nachbarschaft und Sichtweite: atemberaubende Architektur wie die der Konzerthalle.


