Autoren-Archiv

Sep
13

Alle neune!

Ein künstlerisches Großprojekt, an dem die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie und Chefdirigent Jonathan Nott in den vergangenen zehn Jahren intensiv gearbeitet haben, ist abgeschlossen: die Einspielung sämtlicher vollendeter Symphonien von Gustav Mahler. Beim Lucerne Festival stellten Chefdirigent Jonathan Nott und Intendant Marcus Axt die beiden noch fehlenden CDs mit den Symphonien Nr. 6 und Nr. 8 der Presse vor.

Aug
19

Der 5. ECHO Klassik für eine CD der Bamberger Symphoniker

Der Organist Christian Schmitt, der Dirigent Stefan Solyom und die Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie erhalten den diesjährigen ECHO Klassik in der Kategorie “Konzerteinspielung des Jahres (19. Jahrhundert)”. Ausgezeichnet wird die bei cpo erschienene CD-Aufnahme der Orgelsymphonien opp. 42, 3 & 69 von Charles-Marie Widor, die in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk in der Konzerthalle Bamberg entstand. Damit erfährt die jahrzehntelange enge Zusammenarbeit der Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie mit dem Bayerischen Rundfunk eine weitere viel beachtete Auszeichnung: allein den ECHO Klassik hiermit nun bereits zum 5. Mal.

Apr
02

Orchesterwerke von Paul Kletzki auf CD

Die Musikgeschichte ist voller Komponisten, deren Namen der Vergessenheit anheim gefallen sind und deren Werke folglich im Konzertleben keine Rolle spielen – häufig zu Unrecht, wie sich am Falle des Schweizer Komponisten polnischer Herkunft Paul Kletzki (1900-1973) nun in einer Aufnahme mit den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie nachhören lässt. Unter der Leitung von Thomas Rösner sind “die Bamberger” mit den Orchestervariationen op. 20 und der dritten Symphonie op. 31 zu hören – Werke, die nicht nur wegen ihres musikalischen Einfallsreichtums, sondern auch wegen Kletzkis tragischer Lebensgeschichte – einem Spiegelbild des 20. Jahrhunderts – aufhorchen lassen.

Feb
11

Neue CD mit Werken von Max Bruch

Er gehört zu jenen Komponisten, die – obgleich überaus produktiv – ihren Nachruhm einem einzigen Werk verdanken: Max Bruch. Sein Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 hatte einen so durchschlagenden – und bis heute anhaltenden – Erfolg, dass Bruch darüber selbst bisweilen ungehalten war: “Ich kann dieses Concert nicht mehr hören, habe ich vielleicht bloss dies eine Concert geschrieben?”. Damit tut der Komponist seinem eigenen Werk, das er im Scherz gelegentlich als “polizeiwidrig bekannt” verspottete, jedoch Unrecht – wie jetzt auf der neuen CD der Bamberger Symphoniker zu hören ist.

Jan
28

Wagner mit Klaus Florian Vogt

Er gehört zu den großen Wagner-Tenören unserer Zeit, Bayreuth, Mailand, München, Wien, Dresden, New York reißen sich um ihn, und im Sommer 2013 wird er mit den Bamberger Symphonikern beim Lucerne Festival zu erleben sein: Klaus Florian Vogt. Passend dazu hat er mit der Bayerischen Staatsphilharmonie nun eine CD eingespielt, auf der er in Auszügen jene Rollen versammelt, für die er an allen großen Bühnen der Welt geschätzt wird: Stolzing, Lohengrin, Parsifal, Siegmund… Die CD ist bein Sony erschienen.

Jan
23

“Was ist’s mit den ewigen Göttern?” – Probenbeginn zur “Götterdämmerung”

Mit der dritten Szene des ersten Aufzugs haben die Proben zu Wagners “Götterdämmerung” begonnen. Petra Lang und Elisabeth Kulman – beide nicht  zum ersten Mal zu Gast bei den Bamberger Symphonikern – verkörpern das Walküren-Halbschwesternpaar Brünnhilde und Waltraute.

Jan
18

“Der Götter Ende dämmert nun auf” – Symposion zu Wagners “Götterdämmerung”

Es ist eine große, hellsichtige Erzählung von der Welt, die Richard Wagner in seinem “Ring des Nibelungen” erdachte: eine Geschichte über Macht, Liebe, Herrschaft und Habgier, über Gold, Besitz und Neid, Verlust und Untergang. Am Schluss dieses faszinierendsten und eigenwilligsten Weltenentwurfs des Musiktheaters steht die “Götterdämmerung”, mit der die Bamberger Symphoniker und ihr Chefdirigent Jonathan Nott in dieser Spielzeit den 200. Geburtstag Richard Wagners feiern. Mit einer hochklassigen Solisten- und Chorbesetzung sind zwischen dem 26.1. und 3.2.2013 zwei vollständige Aufführungen der Götterdämmerung in der Konzerthalle Bamberg zu erleben. Aus diesem Anlass veranstalten die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Bamberger Symphoniker in Kooperation ein Symposion zur Richard Wagner.

Dez
20

“Götterdämmerung” mit Petra Lang

Waltraute, Fricka, Brangäne, Kundry, Ortrud, Venus, Sieglinde – sie hat fast alle Wagner-Partien ihres Fachs gesungen und die großen Opernhäuser und internationalen Festivals reißen sich um sie: Petra Lang. Ob Mailänder Scala, Covent Garden in London, die Wiener Staatsoper, München, Berlin, Zürich, San Francisco, Salzburg oder Edinburgh – regelmäßig tritt sie mit den bedeutendsten Orchestern und größten Dirigenten weltweit auf. Bei den Bayreuther Festspielen wurde sie in den letzten Jahren gefeiert und auch bei den Bamberger Symphonikern war sie schon wiederholt zu Gast, zuletzt als umjubelte Judith in Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“. Nun hat sie sich Bamberg für eines der wichtigsten Debüts ausgesucht, die es im Leben einer hochdramatischen Sopranistin gibt: In der Domstadt singt sie ihre erste Brünnhilde in der „Götterdämmerung“. Neben der Bühne ist das „Klassenzimmer“ ihre zweite große Passion: Sie ist mit Begeisterung Pädagogin und beobachtet mit Sorge die heutige Sängerausbildung.

Dez
03

Kino im Kopf: Richard Strauss’ “Ein Heldenleben” im Studentenkonzert

Große Kinofilme verdanken ihren Erfolg nicht selten einem einprägsamen Soundtrack – und es gibt wohl niemanden, der die Titelmelodien von “Star Wars” oder “Der weiße Hai” nicht kennt. Eine musikalische Gattung, die das “Soundtrack-Prinzip” ganz ohne filmisches Beiwerk auf die Spitze treibt, ist die Symphonische Dichtung: Hier ist es die bildhafte Musik selbst, die eine Handlung vor dem inneren Auge entstehen lässt.

Nov
21

Musik von Ernst von Dohnányi im zweiten Kammerkonzert

Die Kulturgeschichte ist voller Namen, bei deren Nennung sich sofort eindeutige Assoziationen einstellen, die jedoch häufig selektiv sind. Bei Bach denkt man an Johann Sebastian und wohl erst in zweiter Linie an die anderen Genies, die diesen Namen tragen, wie dessen ebenfalls komponierende Söhne Carl Philipp Emanuel oder Wilhelm Friedemann. Mozart ist natürlich verknüpft mit Wolfgang Amadeus und nicht mit seinem Vater Leopold, der jedoch zu seiner Zeit als Pädagoge dank seiner berühmten “Violinschule” hoch angesehen war. Und Michelangelo dürfte für die meisten nur als genialer Maler, Bildhauer und Baumeister bekannt sein, weniger jedoch als durchaus achtbarer Dichter. Ganz ähnlich liegt der Fall bei der Familie derer von Dohnányi.