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“Der Götter Ende dämmert nun auf” – Symposion zu Wagners “Götterdämmerung”

Autor // Matthias Hain
Veröffentlicht in // Allgemein

Es ist eine große, hellsichtige Erzählung von der Welt, die Richard Wagner in seinem “Ring des Nibelungen” erdachte: eine Geschichte über Macht, Liebe, Herrschaft und Habgier, über Gold, Besitz und Neid, Verlust und Untergang. Am Schluss dieses faszinierendsten und eigenwilligsten Weltenentwurfs des Musiktheaters steht die “Götterdämmerung”, mit der die Bamberger Symphoniker und ihr Chefdirigent Jonathan Nott in dieser Spielzeit den 200. Geburtstag Richard Wagners feiern. Mit einer hochklassigen Solisten- und Chorbesetzung sind zwischen dem 26.1. und 3.2.2013 zwei vollständige Aufführungen der Götterdämmerung in der Konzerthalle Bamberg zu erleben. Aus diesem Anlass veranstalten die Otto-Friedrich-Universität Bamberg und die Bamberger Symphoniker in Kooperation ein Symposion zur Richard Wagner.

“Wagner und kein Ende” – mit diesem Ausspruch in einem Brief ahnte Thomas Mann, dass der “Meister von Bayreuth” auch künftigen Generationen reichlich Stoff für eine kritische Auseinandersetzung bieten würde. Denn wer so glühende Verehrung einerseits und solch vehemente Ablehnung andererseits hervorruft, an dem muss etwas dran sein, das die nähere Betrachtung immer wieder aufs Neue lohnt. In dem auf zwei Tage verteilten Symposion möchten renommierte Musik- und Literaturwissenschaftler mit kurzen Vorträgen zum Nachdenken über Wagner anregen und in einer jeweils anschließenden Diskussion versuchen, “Wagners zaubervolles Werk […] mit Erkenntnis zu durchdringen”, wie Thomas Mann schrieb.

Die Themen umfassen Gedanken zu den Problemen, Schwierigkeiten und Neuansätzen heutiger Wagner-Forschung, das Fortwirken mittelalterlicher Sagen und Literatur in Wagners Werk, Wagners eigene Wirkung auf die Literatur nach ihm sowie eine Betrachtung der “Götterdämmerung”, in der sich alles um Wagners künstlerisches Urmotiv dreht: Erlösung durch Untergang.

Der Eintritt zu den öffentlichen Vorträgen und Diskussionen ist frei.


Ablauf (Programmflyer als PDF: Symposion Götterdämmerung_Programmflyer):

Samstag, 26. Januar 2013, 14 Uhr
Prof. Dr. Laurenz Lütteken (Zürich): Probleme und Neuansätze heutiger Wagner-Forschung (ca. 30 Min.)
Prof. Dr. Andrea Schindler (Bamberg): Das Nibelungenlied, Richard Wagner und die Deutschen (ca. 30 Min.)

Im Anschluss: Diskussion unter Leitung von Dr. Wolfgang Fink (Intendant Bamberger Symphoniker)

Samstag, 2. Februar 2013, 14 Uhr
Prof. Dr. Martin Geck (Dortmund): Erlösung durch Untergang – Wagners künstlerisches Urmotiv (ca. 30 Min.)
Prof. Dr. Friedhelm Marx (Bamberg): Thomas Manns Wagner-Bilder (ca. 30 Min.)

Im Anschluss: Diskussion unter Leitung von Dr. Wolfgang Fink (Intendant Bamberger Symphoniker)

Veranstaltungsort:
Institut für Katholische Theologie, An der Universität 2, Hörsaal 025, Erdgeschoß (Eingang Ecke Jesuitenstraße / Austraße)

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