Okt
05

Die zweite Brahms-CD mit Robin Ticciati

Autor // Matthias Hain
Veröffentlicht in // Allgemein, Aufnahmen, Robin Ticciati

Für seine erste CD mit den Bamberger Symphonikern erhielt er kürzlich den ECHO Klassik 2011. Nun hat Robin Ticciati seine zweite CD mit der Bayerischen Staatsphilharmonie vorgelegt, auf der er sich wieder dem Komponisten widmet,  zu dem er eine besonders innige und kenntnisreiche Beziehung hat: Johannes Brahms.

Robin Ticciati (© Chris Christodoulou)

Robin Ticciati (© Chris Christodoulou)

Los Angeles, Leipzig, Amsterdam, Wien, Covent Garden, die Scala und die MET – Robin Ticciatis Terminplan ist gefüllt mit hochkarätigen Einladungen. Der derzeitige Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra und Erste Gastdirigent der Bamberger Symphoniker gehört zweifellos zu den meistgefragten Dirigenten der jungen Generation. Faszinierend ist die künstlerische Reife und Souveränität, die der gebürtige Londoner trotz seines jungen Alters bereits besitzt. Hinzu kommt eine bemerkenswerte innere Nähe zu Komponisten wie Schumann oder Brahms, deren Werke sich auch in dieser Saison wieder in seinen Bamberger Programmen finden.

“Gerade einmal Ende 20, hat der englische Dirigent Robin Ticciati bereits den Ruf eines Pulttalentes wie Simon Rattle und Gustavo Dudamel. […] Diese Brahms-CD ist eine verlockende Visitenkarte”, schrieb die New York Times über Robin Ticciatis erste CD mit den Bamberger Symphonikern und dem Chor des Bayerischen Rundfunks, für die er als “Nachwuchsdirigent des Jahres” mit dem ECHO Klassik 2011 ausgezeichnet wurde. Und der Kritiker der italienischen Fachzeitschrift “Musica” jubelte: “Man kann sich kaum ein gelungeneres CD-Debüt für den jungen Robin Ticciati vorstellen.”

Auf seiner nun veröffentlichten zweiten CD widmet er sich erneut Johannes Brahms. “Ich spüre, dass ich zu dieser Art von romantischer Musik eine besondere Beziehung habe”, sagt Robin Ticciati. “Ich weiß nicht genau, was es ist, aber es ist auf gewisse Weise nicht von dieser Welt. Es ist eine Seelenmusik, etwas Geistiges, das nicht so leicht zu fassen ist. Und es ist so wichtig im Leben, sich in diese Richtung zu begeben.”

Robin Ticciati (© Chris Christodoulou)

Robin Ticciati (© Chris Christodoulou)

Seine neue CD enthält Johannes Brahms’ Haydn-Variationen, drei Ungarische Tänze sowie die selten zu hörende Erste Serenade, “die Ticciati mit lachender Begeisterung derart ernst nimmt, dass man in dieser Deutung tatsächlich einmal einem Meisterstück begegnen kann”, schrieb der Kritiker der Süddeutschen Zeitung, und fährt fort: “Der Dirigent Robin Ticciati [...] liebt Brahms. Aber einen hörbar anderen Brahms als die meisten seiner Kollegen. Denn Ticciati hält Brahms für einen Visionär, der nur deshalb trauert, weil seine Zukunftsträume keine Chance auf Erfüllung haben. Also ist Ticciatis Brahms drängend, elegant, lichtdurchflutet. Kein depressiver Reaktionär kommt hier zu Wort, sondern ein dunkel und tief empfindender Komponist, der sein Nicht-Einverständnis mit der Welt klar, kraftvoll und leidenschaftlich formuliert. Allein schon das begeistert an Ticciatis Platte.”

Die CD entstand in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk und ist erschienen beim Label TUDOR.

Johannes Brahms
Variationen für Orchester über ein Thema von Haydn op. 56a
Serenade für großes Orchester D-Dur op. 11
Ungarische Tänze Nrn. 1, 3, 10

Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie

Robin Ticciati

Bestellnummer TUDOR 7183

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