Dez
30

Das Orchester ist da…!

Autor // Matthias Hain
Veröffentlicht in // Allgemein, Auf Tour in China

Hongkong Airport

c Malcolm Liu

Nach zehn Stunden Flug von Frankfurt ist das Orchester pünktlich um 11:35 in Hongkong gelandet, wo die Musikerinnen und Musiker bereits von unserem chinesischen Veranstalter erwartet werden.

Ankunft Hongkong (© Judith Gu)

Tallen Yu vom Konzerthaus Shenzhen und Hornist Reinhold Möller (© Judith Gu)

Auch Chefdirigent Jonathan Nott ist trotz des langen Fluges offensichtlich bester Laune und zu Scherzen aufgelegt.

Jonathan Nott (© Malcolm Liu)

Jonathan Nott (© Malcolm Liu)

Doch vor die ersehnte Dusche im Hotel haben die Götter – will in diesem Fall heißen: die chinesischen Behörden – das Warten gesetzt. Wenn ein Orchester mit über 80 Musikerinnen und Musikern durch die Passkontrolle muss, kann das schon mal etwas länger dauern…

© Judith Gu

© Judith Gu

Während das Orchester noch die Einreiseformalitäten hinter sich bringt – für die man sich, was leicht misszuverstehen wäre, hierzulande am Schalter für “immigration” anstellen muss – , wartet in der Hotellobby bereits das “Empfangskomitee” mit den vorbereiteten Zimmerunterlagen. Nach einer solchen anstrengenden Anreise, muss es dann schnell und gut geregelt zugehen, was aber unsere chinesischen Kollegen perfekt beherrschen.

Im Hotel (© Matthias Hain)

© Matthias Hain

Und schließlich ist es geschafft und eine lange Anreise ist endlich zu Ende: Die Busse treffen am Hotel ein.

Ankunft Hotel (© Matthias Hain)

© Matthias Hain

Der Rest des Tages steht allen nun zur freien Verfügung. Einige werden einfach nur schlafen wollen, andere die pulsierende Metropole Shenzhen erkunden, wieder andere werden vermutlich die nächste “Shopping-Mall” aufsuchen auf der Jagd nach dem ein oder anderen Schnäppchen oder sich später ins Nachtleben von Shenzhen stürzen.

Morgen Vormittag beginnt dann der Ernst der Reise: die erste Probe in der Shenzhen Concert Hall. Jeder ist gespannt, wie dort wohl die ersten Takte von Tristans Schmerzensklage aus dem Vorspiel zum dritten Akt der Oper klingen werden. Nach Wagner folgt dann Mozarts nicht minder schmerzvolle späte g-moll-Symphonie Nr. 40, die ihrerseits den Auftakt bildet zu Brahms’ Vierter Symphonie e-moll mit ihrem ebenfalls großartig-klagenden ersten und vierten Satz und jenem unbeschreiblich tröstlichen Andante des zweiten Satzes – einem der schönsten Musikstücke der Welt überhaupt. Mit diesen nachdenklichen Werken werden wir am 31.12. das alte Jahr verabschieden. In das neue starten wir dann heiter-furios: mit Dvoraks Slawischen Tänzen und Beethovens 7. Symphonie, deren Überschwang Richard Wagner zu Recht als “Apotheose des Tanzes” bezeichnete. Aber diese Geschichte folgt erst übermorgen…

Schlagwörter // , , , ,

Trackback von Ihrer Website.